Die Wände sind frisch gestrichen, der neue Boden ist verlegt und die Handwerker haben ihre Werkzeuge eingepackt. Trotzdem sind die Räume häufig noch nicht bereit für den Einzug. Auf Fensterbänken liegt feiner Staub, an den Scheiben haften Spritzer und in Ecken sammeln sich Rückstände der Renovierung.
Eine gründliche Bauendreinigung schafft die Voraussetzungen dafür, dass Sie Ihre Räume sauber einrichten und nutzen können. Entscheidend sind dabei der passende Zeitpunkt, eine durchdachte Reihenfolge und Reinigungsverfahren, die zu den vorhandenen Materialien passen.
Was gehört zur Bauendreinigung nach einer Renovierung?
Die Bauendreinigung findet nach Abschluss der Bau- oder Renovierungsarbeiten statt. Sie wird häufig auch als Baufeinreinigung bezeichnet und unterscheidet sich vom groben Aufräumen während der Arbeiten: Im Mittelpunkt stehen die verbliebenen Verschmutzungen auf den fertiggestellten Oberflächen. Dazu gehören beispielsweise Staubablagerungen, Griffspuren und materialgerecht entfernbare Rückstände von Bauprodukten.
Welche Arbeiten erforderlich sind, hängt vom Umfang der Renovierung ab. Nach einem neuen Anstrich entsteht ein anderer Reinigungsbedarf als nach dem Austausch von Fenstern, einer Badsanierung oder umfangreichen Bodenarbeiten.
Vor einer Beauftragung sollten deshalb die einzelnen Bereiche besprochen werden:
Böden einschließlich Ecken, Randbereichen und Sockelleisten
Fenster, Rahmen und Fensterbänke
Türen, Türrahmen und frei zugängliche Ablagen
Heizkörper und weitere zugängliche Oberflächen
Sanitärgegenstände, Armaturen und Wandfliesen
vorhandene Einbauten, soweit deren Reinigung vereinbart ist
Auch die Entfernung von Schutzfolien, Kleberesten oder größeren Abfällen sollte ausdrücklich abgestimmt werden. So ist klar, welche Aufgaben bereits die Handwerksbetriebe übernehmen und welche bei der Reinigung noch anfallen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Reinigung?
Planen Sie die abschließende Reinigung möglichst nach den letzten staub- und schmutzverursachenden Arbeiten und vor dem Einbringen beweglicher Möbel. Solange noch geschliffen, gebohrt oder gesägt wird, können bereits gereinigte Flächen erneut verschmutzen.
Für die Terminabstimmung empfiehlt sich ein Blick auf den tatsächlichen Baufortschritt:
Sind alle Handwerkerarbeiten abgeschlossen?
Klären Sie, ob noch Restarbeiten anstehen. Auch kleinere Nachbesserungen können eine zusätzliche Reinigung erforderlich machen.
Sind neue Oberflächen bereits für die Reinigung freigegeben?
Lassen Sie sich von den ausführenden Betrieben die Pflegehinweise und erforderlichen Trocknungs- beziehungsweise Aushärtezeiten nennen. Ein bereits begehbarer Boden ist nicht automatisch für jede Reinigungsmethode geeignet.
Wann werden Küche, Einbauschränke und Möbel montiert?
Flächen, die später nicht mehr zugänglich sind, sollten vorher gereinigt werden. Entsteht bei der anschließenden Montage neuer Schmutz, lässt sich dafür eine gezielte Nachreinigung einplanen.
Legen Sie den Reinigungstermin möglichst nicht unmittelbar vor die Ankunft des Umzugswagens. Ein zeitlicher Puffer erleichtert die Kontrolle und gibt gereinigten Flächen ausreichend Gelegenheit zum Trocknen.
Baustaub entfernen: Warum einfaches Kehren nicht ausreicht
Beim Schleifen, Bohren oder Bearbeiten von Baustoffen entstehen feine Stäube. Sie setzen sich nicht nur auf dem Boden ab, sondern auch auf Türrahmen, Fensterbänken und anderen Flächen.
Trockenes Kehren oder Abblasen wirbelt diese Ablagerungen erneut auf. Die BG BAU empfiehlt deshalb, Baustaub mit geeigneten Entstaubern beziehungsweise saugenden Verfahren aufzunehmen. Das Gerät muss zur jeweiligen Staubart passen; ein gewöhnlicher Haushaltsstaubsauger ist dafür nicht automatisch geeignet.
Für die anschließende Reinigung gilt: Lose Partikel zunächst aufnehmen, bevor dafür geeignete Oberflächen feucht nachgereinigt werden. Größere Staubmengen sollten nicht einfach mit einem nassen Tuch verteilt werden. Wechseln Sie verschmutzte Tücher und Reinigungswasser rechtzeitig, damit Schmutz nicht von einer Fläche zur nächsten gelangt.
Bei unbekannten oder möglicherweise schadstoffhaltigen Rückständen muss zunächst geklärt werden, welche fachgerechte Behandlung notwendig ist. Solche Verschmutzungen gehören nicht in eine gewöhnliche Einzugsreinigung.
In welcher Reihenfolge werden die Räume gereinigt?
Eine sinnvolle Grundregel lautet: von oben nach unten arbeiten. So gelangen gelöste Verschmutzungen nicht wieder auf bereits fertig gereinigte Bereiche. Die abschließende Bodenreinigung folgt entsprechend nach den höher gelegenen Oberflächen.
Für die praktische Organisation können Sie die Arbeiten in vier Schritte aufteilen:
Räume vorbereiten: Zuständigkeiten für verbliebene Materialien, Abfälle und Schutzabdeckungen klären und die zu reinigenden Bereiche zugänglich machen.
Staub aufnehmen: Zugängliche Ablagen, Rahmen, Fensterbänke und weitere betroffene Flächen systematisch bearbeiten.
Oberflächen gezielt reinigen: Fenster, Türen, Sanitärausstattung und andere Bauteile entsprechend ihrer Materialeigenschaften reinigen.
Böden abschließend bearbeiten: Randbereiche und Laufwege einbeziehen, Flächen trocknen lassen und das Ergebnis kontrollieren.
Planen Sie dabei auch die Wege durch das Gebäude. Werden Werkzeuge oder Restmaterialien noch durch einen fertigen Raum getragen, kann dort erneut Reinigungsbedarf entstehen.
Fenster nach der Renovierung: Verschmutzungen vorsichtig lösen
Auf Fensterscheiben können neben Staub auch Farb-, Putz- oder Kleberückstände zurückbleiben. Hier ist besondere Vorsicht gefragt: Harte Partikel dürfen bei der Reinigung nicht über die Glasoberfläche gerieben werden. Ausreichend sauberes Wasser und geeignetes Werkzeug helfen, Kratzer zu vermeiden.
Prüfen Sie vor der Reinigung, ob besondere Glasoberflächen oder Beschichtungen vorhanden sind. Dafür können eigene Pflegevorgaben gelten. Hinweise zur Reinigung beschichteter Gläser stellt beispielsweise der Glashersteller Pilkington bereit.
Hartnäckige Rückstände sollten deshalb nicht auf Verdacht mit Scheuermitteln oder scharfen Werkzeugen bearbeitet werden. Lassen Sie im Zweifel zunächst beurteilen, welches Verfahren geeignet ist. Stimmen Sie außerdem ab, ob neben den Scheiben auch Rahmen, Falze und Fensterbänke gereinigt werden sollen.
Neue Böden und empfindliche Oberflächen richtig behandeln
Nach einer Renovierung treffen häufig unterschiedliche Materialien aufeinander. Was auf einem Belag funktioniert, kann auf einem anderen Schäden verursachen. Entscheidend sind deshalb die Pflegehinweise des jeweiligen Herstellers.
Parkett und andere feuchtigkeitsempfindliche Beläge
Bei Holzböden ist ein zurückhaltender Umgang mit Wasser wichtig. Parador empfiehlt für seine Parkettböden beispielsweise nebelfeuchtes Wischen mit gut ausgewrungenem Wischmopp und schließt Scheuermittel sowie Heißdampfreiniger aus. Maßgeblich bleiben die Hinweise zum tatsächlich verlegten Produkt und seiner Oberflächenbehandlung.
Informieren Sie die Reinigungskräfte daher möglichst darüber, welcher Boden verlegt wurde und ob er frisch geölt, versiegelt oder anderweitig behandelt worden ist.
Fliesen, Fugen und Naturstein
Ein Schleier auf neuen Fliesen lässt sich nicht immer durch gewöhnliches Wischen entfernen. Welcher Reiniger infrage kommt, hängt unter anderem vom verwendeten Fugenmaterial und der Beständigkeit des Untergrunds ab. Hersteller unterscheiden dafür ausdrücklich zwischen verschiedenen Rückständen und geeigneten Spezialprodukten.
Säurehaltige Mittel sind insbesondere bei Naturstein keine pauschale Lösung. Marmor und Kalkstein reagieren empfindlich auf Säuren; eine falsche Behandlung kann matte Stellen hinterlassen. Auch angrenzende Materialien müssen bei der Auswahl des Reinigers berücksichtigt werden.
Bewahren Sie Produktangaben und Pflegeanleitungen daher auf. Sie erleichtern die Entscheidung, wie Rückstände entfernt werden können, ohne neue Oberflächen unnötig zu belasten.
Was sollte vor dem Einzug kontrolliert werden?
Gehen Sie die Räume nach der Reinigung noch einmal bei guter Beleuchtung durch. Prüfen Sie dabei besonders die Stellen, die später hinter Möbeln verschwinden oder nur schwer erreichbar sind.
Hilfreiche Fragen für den abschließenden Rundgang sind:
Sind Fensterbänke, Türrahmen und Sockelleisten frei von sichtbaren Staubablagerungen?
Wurden Ecken und Bereiche hinter geöffneten Türen berücksichtigt?
Sind Glasflächen, Rahmen und Sanitärobjekte wie vereinbart gereinigt?
Gibt es verbliebene Flecken oder Rückstände, deren Ursache noch geklärt werden muss?
Sind die Böden trocken und für den Möbelaufbau freigegeben?
Stehen noch Arbeiten an, die eine Nachreinigung erforderlich machen?
Dokumentieren Sie auffällige Stellen und sprechen Sie diese mit dem zuständigen Betrieb ab. So lässt sich klären, ob es sich um eine verbliebene Verschmutzung oder beispielsweise um eine Beschädigung handelt.
Wann ist eine professionelle Bauendreinigung sinnvoll?
Eine professionelle Reinigung ist besonders dann hilfreich, wenn mehrere Räume betroffen sind, größere Staubmengen zurückbleiben oder unterschiedliche und empfindliche Materialien gereinigt werden müssen. Auch ein eng abgestimmter Einzugstermin kann dafür sprechen, die Reinigung frühzeitig mit einem Dienstleister zu planen.
Für eine passende Einschätzung sollten Sie angeben, welche Arbeiten durchgeführt wurden, welche Bodenbeläge und Oberflächen vorhanden sind und ob noch Restarbeiten ausstehen. Besprechen Sie außerdem den Zugang, die verfügbaren Wasser- und Stromanschlüsse sowie den gewünschten Leistungsumfang.
Spöckl Gebäudereinigung übernimmt die Baureinigung nach Bau- und Renovierungsarbeiten. Die benötigten Arbeiten können Sie passend zu Ihrem Objekt abstimmen – damit zwischen dem letzten Handwerkereinsatz und dem Einzug auch die gründliche Reinigung ihren festen Platz hat.
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Mit unserer professionellen Fensterreinigung in Hamburg sorgen wir für dauerhaft saubere und streifenfreie Glasflächen.